D wie Definition

Wie schon in Aller Anfang … erwähnt, seid ihr aus den unterschiedlichsten Gründen an dem Thema „künstlichen Befruchtung“ interessiert, deshalb – etwas Theorie am Rande.

Zunächst geht es um einige Begriffsdefinitionen.

  • Impotenz

ist sozusagen der Oberbegriff für alle Störungen des Geschlechtsverkehrs und der Fortpflanzung. Umgangssprachlich wird er oft gleichbedeutend mit dem Begriff „erektiler Dysfunktion“ verwendet.

  • Sterilität = Impotentia generandi

(von lateinisch generare  –  (er-) zeugen, hervorbringen)

bedeutet Zeugungsunfähigkeit/Unfruchtbarkeit. Man spricht von Sterilität, wenn es innerhalb eines Jahres (manche Quellen geben „nach zwei Jahren“ an), trotz regelmäßig ungeschützten Geschlechtsverkehrs, zu keiner Schwangerschaft kommt.

Eine primäre Sterilität liegt bei einer Frau vor, wenn diese noch nie schwanger war bzw. bei einem Mann, wenn dieser noch nie ein Kind gezeugt hat. Die sekundäre Sterilität bedeutet, dass die Sterilität nach mindestens einer vorausgegangen erfolgreichen Schwangerschaft bzw. Zeugung auftritt.

Häufig werden für die Unfruchtbarkeit bei Männern die Begriffe Sterilität und Infertilität synonym verwendet.

Auf die Frau bezogen, unterscheidet man zusätzlich

  • Infertilität = Impotentia gestandi

(von lateinisch gestare  –  (aus-) tragen

bedeutet, dass die Frau nicht in der Lage ist eine Schwangerschaft bis zur Lebensreife des Kindes auszutragen. Eine Konzeption, also Empfängnis, ist jedoch prinzipiell möglich.

Außerdem unterscheidet man beim Mann zusätzlich

  • erektile Dysfunktion = Impotentia coeundi, Impotentia erigendi

(von lateinisch coire  –  zusammengehen, sich begatten)

bedeutet, dass der Mann nicht fähig ist, eine Erektion zu erlangen oder diese aufrecht zu halten, die für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreicht.

  • Impotentia ejaculandi

bedeutet, dass eine Unfähigkeit der Ejakulation vorliegt.

Schließlich gibt es noch

  • Kohabitationsstörung

bedeutet, dass die Ausführung des Geschlechtsverkehrs, z.Bsp. aufgrund von erektiler Dysfunktion oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, nicht möglich ist.

Übrigens, jedes sechste Paar in Mitteleuropa soll Schwierigkeiten bei der Erfüllung des Kinderwunsches haben. Andere Quellen geben an, dass in Deutschland ca. 12-15% der Partnerschaften ungewollt kinderlos bleiben.

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