Tag 24 – Reiche Beute!

Der nächste Schritt ist gemacht.

Heute war die Punktion, also die Eizellentnahme und es hat bisher anscheinend alles sehr gut geklappt.

14 Eizellen – super Ausbeute, laut allen Beteiligten!

Morgen meldet sich der Biologie, um Bescheid zu geben, wie viele die Nacht überlebt haben und befruchtet werden konnten. Also Daumen drücken und hoffen, dass es möglichst viele sind.

Natürlich benötigen wir theoretisch nur zwei Eizellen, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Klar, eigentlich nur eine, die dann am Ende auch bleiben will. Aber zum einen ist es beruhigender, wenn man weiß da sind in den nächsten Tagen ein paar Eizellen in Reserve und zum anderen wollen wir überzählige einfrieren, sollten sie gut aussehen. Man nennt das Kryokonservierung. Darauf komme ich in den nächsten Tagen nochmal zurück…

Es ist schon faszinierend, was für eine Maschinerie diese Praxis ist. OP-Räume, angeschlossenes Labor und Lagerungsmöglichkeiten für die ganzen Eizellen… Dazu kommt, dass alles Beteiligten minutiös aufeinander abgestimmt arbeiten, wie Zahnräder. Wirklich faszinierend!

Das ganze läuft da wie beim Bretzelbacken. Man meldet sich morgens am Empfang, setzt sich nochmal ins Wartezimmer und kann ein wenig Sozialstudien betreiben. Auch ein sehr interessantes Thema, übrigens!

Danach erfolgen das Gespräch mit dem Anästhesisten und noch einige organisatorische Dinge.

Schon geht es in die OP-Räumlichkeiten. Ein gemütlicher Aufwachraum voller Liegen mit schläfrigen Frauen. Hin und wieder wird eine zum OP abgeholt, kurz danach kommt der Mann mit hochrotem Kopf rein. In der Regel mit stolzem Blick nach getaner Arbeit und kurz danach wird auch schon wieder die dazugehörige Frau reingeschoben.

Sobald beide einigermaßen aufnahmefähig sind, verkündet der Biologe – eine ziemlich coole Socke würde Henning sagen – das Ergebnis. Die Reaktionen fallen mal besser, mal schlechter aus. Nach ungefähr 20 Minuten darf man wieder gehen und das nächste Paar nimmt den Platz ein.

Im Großen und Ganzen also eine fixe und unkomplizierte Angelegenheit.

Klar, der Unterleib tut danach schon weh und ich bin froh, dass ich den Tag auf der Couch verbringen darf. Aber morgen sieht die Welt schon wieder anders aus.

Wir schmeißen jetzt den Grill an, lassen es uns bei Sonnenschein gut gehen und warten auf den morgigen Anruf.

Daumen drücken!

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