Lebenszeichen

Der Alltag hat uns fest im Griff. Deshalb habe ich es doch erst heute geschafft ein Lebenszeichen von mir zu geben.

Seit knapp 3 Wochen arbeite ich in der Unfallchirurgie. Unfallchirurgen sind ein wenig eigen und ich muss mich erst an das etwas raue Klima gewöhnen. Insgesamt ist die Arbeit ganz anders als in der Inneren Medizin. Das Hauptaugenmerk liegt eher auf den Operationen und nicht so sehr im Patientenkontakt in Form von Gesprächen. Die Fälle und die Verletzungsmuster sind sehr interessant und oft ein wenig merkwürdig. Vor einigen Tagen kam ein älterer Herr nach einem Verkehrsunfall mit dem Rettungsdienst in die Klinik. Er war der Autofahrer und habe Husten müssen, dabei sei er bewusstlos geworden und habe einen Unfall verursacht. Zum Glück wurden keine anderen Verkehrsteilnehmer verletzt.

Dennoch kann ich mir nicht vorstellen mein Leben lang in der Unfallchirurgie und Orthopädie zu verbringen. Ich fühle mich eher in der Inneren Medizin und Allgemeinmedizin wohl und freue mich schon wieder auf die Arbeit in diesen Abteilungen. Dort geht es morgens auch nicht so früh los. Das frühe Aufstehen gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Seit einigen Tagen nehme ich Metformin. Das Medikament wird bei Diabetes mellitus Typ 2 zur Behandlung eines hohen Blutzuckers eingesetzt. Man hat jedoch festgestellt, dass es in einigen Fällen die Schwangerschaftsrate erhöht und das Risiko einer Fehlgeburt senkt. Deshalb nehmen es häufig Frauen mit polyzystischen Ovarialsyndrom, aber auch bei Verdacht einer Insulinresistenz. Zur weiteren Diagnostik musste ich einen oralen Glucosetoleranztest durchführen. Während des Tests trinkt man eine Glucoselösung. Vorher, sowie 60 bzw 120 Minuten nach Einnahme der Glucoselösung werden die Blutzucker-, Insulin- und C-Peptidwerte bestimmt. Abhängig von den Werten und der Dynamik sollte Metformin eingenommen werden. Bei mir waren die Anfangswerte nicht auffällig, doch im Verlauf recht hoch und die Werte sind zu langsam abgefallen, so dass unsere Ärztin das Medikament empfahl. So wächst meine Medikamentenliste weiter und ich schlage mich ein wenig mit Übelkeit und Durchfällen rum. In den nächsten Tagen und Wochen wird die Dosis langsam gesteigert und nach einiger Zeit sollten die Nebenwirkungen nachlassen.

Da ich ein paar Wochen am Stück arbeiten und wir nochmal in den Urlaub fahren möchten, bevor wir den nächsten Versuch starten, haben wir uns entschieden Ende September zu beginnen. Außerdem stehen bis dahin einige Hochzeiten und eine Taufe an und ich habe noch ein bisschen Zeit mich an die Medikamente zu gewöhnen.

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